Worum geht's?

 

Jamie ist 15 Jahre alt und spielt Gitarre in einer Schülerband. Er träumt davon, berühmt zu werden. Dieser Wunsch wird ihm auf ziemlich unerwartete Weise erfüllt, als sein älterer Bruder Nick mit einem Schnellfeuergewehr die Schule stürmt und 17 Menschen tötet.

 

Plötzlich steht Jamie im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Selbst beim Friedhofsbesuch wird er von Kamerateams verfolgt. Seine Trauer kann er mit niemandem teilen, die Schule ist für ihn zur No-go-Area geworden, seine besten Freunde sind tot. Er kann nicht länger in der Kleinstadt bleiben, in der er aufgewachsen ist.

 

Seine Eltern haben sich erst vor kurzem getrennt. Der Vater ist nach Berlin gezogen, die Mutter hat einen neuen Freund und will mit ihm nach Stuttgart gehen. Nach einigem Hin und Her zieht Jamie zu seinem Vater und wagt den Neuanfang in einem ganz anderen Umfeld. Dabei muss er ständig darauf achten, sich nicht durch irgendeine unbedachte Äußerung zu verraten - denn er will endlich wieder sein eigenes Leben führen, statt auf ewig "der Bruder des Amokläufers" zu sein.

 

Hier gibt es eine Leseprobe:

http://www.rowohlt.de/fm/131/Wegberg_Klassenziel.pdf

 

 

 

 

 

Klassenziel. Rowohlt Verlag, 288 Seiten, ISBN 978-3-499-21624-4, 8,99 Euro.

Ein paar Rezensionen

 

 

Bisher machte sich niemand die Mühe, das Empfinden einer Täter-Familie so einfühlsam zu beschreiben und was es bedeutet, alles zu verlieren: den Sohn und Bruder, Freunde, das Ansehen. Wie es ist, behandelt zu werden, als hätte die ganze Familie gemordet. Es ist die Geschichte über die Tragödie einer zerbrochenen Familie, über Freundschaft und Bruderliebe über den Tod hinaus.

Mit psychologischem Feingefühl beleuchtet T. A. Wegberg die heutigen Jugendprobleme, das Mobbing an Schulen, das Gefallen an tödlichen PC-Spielen. Ab und an habe ich ehrlich gesagt ein paar Tränen verdrückt – trotz der Tragik und des schwierigen Themas, ein sehr tiefsinniges und lesenswertes Buch!

Heike Avsar, spandau4u.de

 

 

Ein Buch, das keinen Lesespaß im herkömmlichen Sinn verspricht. Zu grauenvoll ist das Thema. Der Autor erzählt eine Geschichte, die mitreißt, betroffen und nachdenklich macht. Und die, obwohl sie vermutlich nicht vermag etwas zu ändern, doch einen wichtigen Beitrag leistet.

Ilga, buchhexe.com

 

 

Der Autor, der selbst Berater von Jugendlichen in Notsituationen ist, versteht es auch sehr sensibel mit seinen Figuren umzugehen. T.A. Wegberg bewertet nicht, er erzählt. Die Geschichte, die Tat von Dominik selbst, wirft daher viele Fragen auf. Warum? Wie konnte es soweit kommen? Hätte man – hätte Jamie selbst – die Tat verhindern können? “Klassenziel” bietet jede Menge Diskussionsstoff.

Sonja Hackel, Hugendubel Buch-Blog